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Doppelfalz Winkelfalz Leistenfalz Befestigung Traufe
Verschiedenes Falzschablonen First

Winkelstehfalztechnik

Fassadenbekleidung/Dachdeckung (steilgeneigte Bereiche)

Quelle Rheinzink GmbH

 

Sanierung Flachdach in Blechdach MFH an der Tramstr. in Uetikon

 

Der Winkelstehfalz ist eine vergleichsweise junge Entwicklung. Seine Existenz hängt eng zusammen mit der Verbreitung der Profiliermaschinen, die das heute übliche Vorprofil fertigen. Bei den Vorprofilen stellt das Einfalzen nur noch eines Schenkels bereits den fertigen Winkelstehfalz dar. Die Bezeichnung dieses Systems rührt von dem winkligen Querschnitt des Falzes her und kennzeichnet wie beim Doppelstehfalz die Längsverbindung von nebeneinanderliegenden Scharen.

Im Fassadenbereich eignet sich der Winkelstehfalz auch für Varianten, wie bspw. horizontaler oder diagonaler Verlegeanordnung. Manchmal wird er auch mit Leistenfalzsystemen kombiniert. Der Winkelstehfalz ist zwar etwas breiter (ca. 12 mm) als der Doppelstehfalz (ca. 5 mm) wirkt aber immer noch vergleichsweise schlank und führt durch seine verlegetechnischen Besonderheiten zu weit weniger Materialspannungen als beim Doppelstehfalzsystem.
Eine unvermeidliche Eigenschaft von Dünnblechen ist deren leichte Welligkeit, die bei Fassadenbekleidung durch den Blickwinkel des Betrachters besonders auffällig sein kann. Diese Welligkeit kann deutlich reduziert werden durch eine Beschränkung der Achsmaße auf max. 50 cm sowie durch eine Metalldicke von 0,80 mm.

Festpunkte innerhalb der Fassadenbekleidung sind konstruktiv dehnungstechnisch zu entzerren.

MFH an der Feldhofstrasse in Feldmeilen

 

An Fassaden wird wegen der höheren Gestaltungswirksamkeit ein erheblich höherer Anspruch an die Oberfläche gestellt als an flachgeneigte Dächer. Aus diesem Grunde sollte zur Vermeidung von Verwindungen während der Montage die Scharlänge auf 6 m beschränkt werden. Sehr gute Erfahrungen liegen mit Scharlängen bis 3 m vor. Die Verbindungen der einzelnen Schare erfolgt durch einen einfachen Querfalz. Dieser kann durchgehend oder jeweils zu der Nachbarschar versetzt angeordnet werden. Letzeres wird auch Spiegeldeckung genannt.

Die Verwendung von Tafeln ist bei einer vom Bauherrn gewünschten optimalen Planheit Bändern vorzuziehen. RHEINZINK liefert bis zu 6,00 m lange Tafeln, auf Wunsch foliert. Bereits im Leistungsverzeichnis sollte das Produkt eindeutig festgelegt sein. Desweiteren ist es ratsam, diese Produktinformation zusätzlich innerhalb der technischen Vorbemerkungen eingehend zu beschreiben.

Für den gestalteten Fassaden- bzw. Dachbereich, der damit auch immer eine vergleichsweise steile Neigung der Flächen aufweist, gilt, daß die sich natürlicherweise einstellende Patinierung des Werkstoffes RHEINZINK lange Zeit in Anspruch nimmt. Um die für Dünnbleche typischen Welligkeiten, die im Fassadebbereich reflektionsbedingt zwar kaum meßbar, aber deutlich stärker wirken, fast unsichtbar erscheinen zu lassen, empfehlen wir für diesen Anwendungsbereich RHEINZINK®-"vorbewittert".

Schare, die von der Breite oder Profilauswahl (Unterfalz/Oberfalz) von den übrigen Normalscharen abweichen, werden als Paßschare und Sonderschare bezeichnet. Sie stellen für den Auftragnehmer einen erhöhten Aufwand dar und müssen ebenfalls im Leistungsverzeichnis berücksichtigt werden. Anwendungsbereiche für Paß- und Sonderschare sind bspw. stark gegliederte Fassaden, die eine symmetriebedingte Aufteilung von Scharen voraussetzt.

*  Quelle   Rheinzink GmbH

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